Damit die Nacht vergeht

Ein Buch von Marco Schank

Robert muss mit anhören, wie auf seinen besten Freund und Arbeitskollegen Armand, der ihn voller Panik aus dem fernen Marokko anruft, geschossen wird. Er macht sich auf, um ihn zu suchen…Diese Suche wird sein Leben auf schreckliche Art verändern und wird seine Lebensgeschichte unwiderruflich mit der von Faizah verknüpfen, die ihrerseits Unmenschliches erlebt hat. Auf der Flucht aus einem Land, in dem es für Faizah keine sichere Zukunft mehr gibt, verliert sie ihren Mann sowie zwei ihrer Töchter.

” Im Augenblick kannst du dir nicht vorstellen, dich irgendwann wieder lebendig zu fühlen. Aber dieser Tag wird kommen.”

In Damit die Nacht vergeht behandelt Marko Schank zwei Themen, die aktueller nicht sein könnten: Terrorismus und Flüchtlingsdramen. Um beide Themen in einem Buch zusammenzubringen und die Geschichten miteinander zu verbinden, benötigt es viel Feingefühl, was der Autor, wie ich finde, auf jeden Fall bewiesen hat. Ohne sich in Emotionen zu verlieren oder das Geschehen zu beschönigen, erzählt er das Geschehen, das das Leben seiner Protagonisten zusammenführt. Er erzählt die Geschichte mit viel Respekt und Ehrlichkeit, und lässt die unschönen Ereignisse somit sehr authentisch rüberkommen, was mich als Leser, sehr tief berührt hat.

Der Autor stellt sich, meiner Meinung nach, mit diesem Buch der Herausforderung keine Mainstream Themen aufzugreifen, die sich kommerziell gut verkaufen, sondern sich an ernsten Themen des wahren Lebens zu “bedienen”, und den Leser somit zum Nachdenken zu bringen. Es ist ein Buch  dem man auf jeden Fall seine Aufmerksamkeit schenken sollte!

Auch wenn die Geschichte reine Fiktion ist, hat sie mich tief getroffen. Sie zeigt sehr realitätsnah was sich in unserer Gesellschaft abspielt und, dass wir eigentlich näher am Geschehen dran sind als wir glauben.

Ich freue mich, dass Marco Schank mir persönlich auf ein paar Fragen geantwortet hat:

Wie recherchieren Sie die Thematiken, die Sie in ein Buch mit einbringen möchten? Was sind Ihre Inspirationsquellen?

Recherche ist für mich ein wesentlicher Teil meiner Schreibarbeit. Dazu besorge ich mir Bücher zu den geplanten Schwerpunktthemen und spreche mit Menschen, die sich in eben diesen Themen auskennen; hinzu kommt selbstverständlich die Recherche im Internet.

Wie lange dauert es von der anfänglichen Idee bis zur Fertigstellung des Buches?

Da ich auf Grund meines Berufes (Abgeordneter und Bürgermeister) nur in meiner knapp bemessenen Freizeit schreiben kann, dauert es rund zwei Jahre und mehr.

In Damit die Nacht vergeht, einem Kriminalroman geht es um Thematiken wie Terrorismus und die Flüchtlingsproblematik? Ist es für Sie wichtig, dass Bücher diese aktuellen Themen aufgreifen und wir als Leser durch fiktive Geschichten diese näher an uns ranlassen? Diese Themen also nicht nur als Nachrichten im Fernsehen schon fast als alltäglich abtun?

In meine Romane nehme ich regelmäßig ein bis zwei Schwerpunktthemen aus der politischen bzw. gesellschaftlichen Aktualität auf. Das hat – denke ich – nicht zuletzt mit meinem Beruf zu tun.

Was ist Ihnen wichtig, dass der Leser aus der Geschichte mitnehmen soll?

In Damit die Nacht vergeht erzähle ich die Geschichte einer syrischen Ärztin, die auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg, im Mittelmeer mit ihren vier Töchtern in Seenot gerät und allein mit ihrer ältesten Tochter von der Küstenwache gerettet wird. In ihrem Buch „Auf der Flucht – Reportagen von beiden Seiten des Mittelmeers“ schreiben die Autoren Karim El-Gawhary und Mathilde Schwabeneder: „… vielleicht sind es solche Geschichten, bei denen man kurz innehalten sollte, um sich Gedanken über die Gnade des eigenen Geburtsortes zu machen und sich zu vergegenwärtigen, dass es reiner Zufall ist, dass der Leser oder die Leserin wahrscheinlich im friedlichen, relativ wohlhabenden Europa geboren wurde. Man hätte genauso gut in Aleppo, Damaskus, Homs oder Mosul das Licht der Welt erblicken können …“.

Welchen Stellenwert haben Bücher generell in Ihrem Leben? 

Bücher gehören ganz einfach zu meinem Leben dazu. Meine Eltern – vor allem meine Mutter – haben mich von klein auf zum Lesen ermutigt.  

Was ist das Buch, was Sie persönlich am meisten beeindruckt hat? Wieso?

Für mich gibt es nicht ein einziges Buch – es waren und sind unzählige Bücher, die mich in meinem Leben beeindruckt und wohl auch geprägt haben. Aber Auslöser für das Schreiben von Kriminalromanen sind nicht zuletzt Autor/innen wie Henning Mankell, Liza Marklund, Elizabeth George oder auch Frank Schätzing gewesen.

 

Marco Schank hat insgesamt schon 10 Kriminalromane geschrieben, die bei Op der Lay erschienen sind. Des Weiteren,  hat er auch zwei Sachbücher im Bereich der Ökologie “De biologoesche Gaaart” und “Ëmweltschutz doheem” geschrieben und mit der Stiftung Oekofonds herausgegeben. Auch Theaterstücke befinden sich in seinem Repertoire; so z.B. “Däiwelskapp”, “De Lederbarong” oder “Stol a Goss”. 

 

Sie sind neugierig geworden und würden den Kriminalroman gerne selbst lesen? Mit etwas Glück können Sie ein Exemplar auf der Rosport Life Facebook Seite gewinnen. Das Gewinnspiel läuft bis zum 15.08.2019 um 11 Uhr. Viel Glück.
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Martine

Martine

Musik, Natur, Sport, Kunst und Kultur und vor allem Lesen. Dies sind einige meiner vielen Interessen. Geboren in Luxemburg und wohnhaft im Westen, bin ich in der Mitte des Lebens angekommen und genieße dessen Vielfalt jeden Tag aufs Neue.    Die Literatur ist für die Menschheit das, was Träume für den Einzelnen sind. Isabel Allende  

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