Weihnachtsmenü vom Grill, Teil 1

Selbst an Weihnachten, bleibt bei uns der Grill nicht aus. Auch an Heiligabend wird gegrillt, wenn auch nicht gleich Würstchen oder Steak. Dieses Jahr gibt es ein 4-Gänge Menu vom Grill.

Im ersten Teil verrate ich Euch, was es zur Vor- und Nachspeise geben wird! Als Vorspeise hätten wir da einmal Rüben-Carpaccio aus dem Salzmantel und als Dessert präsentiere ich Euch ein weihnachtliches 4-Zutaten-Küchlein.

Vorspeise

Rüben haben nicht immer den besten Ruf. Leider wird dieses geniale Wurzelgemüse oft mit schlechtem Kantinenessen in Verbindung gebracht und man behält es oft als kleine Würfel aus verkochtem Gemüse, oder als Salat mit viel zu viel Vinaigrette in Erinnerung. Ich stelle Euch heute jedoch eine Art der Zubereitung vor, die den Geschmack der Rüben bewahrt. Wir garen sie in Salzkruste auf dem Grill.

Einkaufstipp: Ich habe die Rüben in einem Bioladen gekauft und mir versichern lassen, dass sie ungespritzt sind. So kann man die Schale ohne Sorge mitessen.

Zutaten für die Vorspeise (4 Personen):

  • 4 Rüben verschiedener Farben (+/- 250gr pro Stück)
  • 2kg Meersalz
  • Pfeffer
  • Frühlingszwiebeln
  • Arganöl (Natürlich kann man auch ein Olivenöl nutzen, aber der dezente, nussige, an Mandeln erinnernde Geschmack des Arganöls, verleiht dieser Vorspeise eine besondere, exotische Note)

Zubereitung:

Den Grill für ein indirektes Grillen, bei 175°C vorbereiten. In der Zwischenzeit, die Rüben waschen, putzen und trocknen, aber nicht schälen. Wir geben eine Schicht grobes Salz auf ein Stück Backpapier und legen dies auf einen Grillstein. Die Rüben darauflegen und mit grobem Salz bedecken. Nun das Ganze mit ein wenig Wasser von oben beträufeln und für 1h30 Stunden im geschlossenen Grill lassen.

Nach der Grillzeit, die Rüben für ungefähr 30 Minuten abkühlen lassen und sie dann vorsichtig aus der Salzkruste entnehmen. Anschließend schneiden wir die Rüben mit einer Mandoline so dünn wie ein Carpaccio und würzen es nach Belieben mit Pfeffer, Arganöl und Frühlingszwiebeln.

Dessert

Während die Rüben abkühlen, können wir uns schon dem Dessert zuwenden.

Beim Dessert handelt es sich um einen Mandelkuchen. Genauer gesagt, handelt es sich um eine moderne Variante, ohne Mehl (daher glutenfrei), des Nantes-Kuchens, eines berühmten Gebäcks aus Mandelpulver und Rum, welches im 19. Jahrhundert in der Hafenstadt Nantes erfunden wurde.

Zutaten für das Dessert:

  • 4 Eier
  • 200gr Mandelpulver
  • 100gr flüssige Butter
  • 180gr Zucker
  • Weihnachtsgewürz

Ich weiß, oben habe ich von einem 4-Zutaten-Kuchen geschrieben, doch jetzt stehen hier insgesamt 5 Zutaten. Die Erklärung ist einfach: die ersten 4 Zutaten sind für den Grundteig notwendig und die 5. ist für den weihnachtlichen Touch gedacht.

Etwas Mehl und Butter zum Vorbereiten der Backförmchen, sollte man auch zur Hand haben.

Zubereitung:

Die Temperatur des Grills auf 200°C erhöhen. Die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Zucker vermengen, bis die Mischung weiß und schaumig wird. In der Zwischenzeit, die Butter schmelzen und zur Masse geben. Zum Schluss das Mandelpulver und das Weihnachtsgewürz hinzufügen und alles zu einer homogenen Masse verrühren. Die Förmchen mit Butter und Mehl bestreichen und sie anschließend mit der Teigmischung befüllen. Die Küchlein für 20 bis 30 Minuten im Grill backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Nach dem Abkühlen, diese mit Puderzucker bestreuen oder wie ich, mit ein paar Kokosflocken.

Zubereitungstipp: Anstelle des Weihnachtsgewürzes, kann man auch einen Teelöffel Orangenblüte oder Rum hinzufügen, dadurch bekommen die Küchlein einen ganz anderen Geschmack. Als Alternative zum Bestreuen, kann man auch eine Zitronenglasur benutzen , der Fantasie sind bei dieser Nachspeise wirklich keine Grenzen gesetzt.

Im nächsten Teil verrate ich Euch, was ich für meine Amuse-Gueule und für den Hauptgang ausgewählt habe.

Bis dahin, wünsche Ich Euch eine schöne Adventszeit und immer viel Glut.

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Roman

Roman

Der Autor Roman Bartsch ist Pitmaster beim Luxemburger Grillteam Nondikass! welches 2013 gegründet wurde und seitdem an nationalen wie internationalen Meisterschaften teilnimmt. Er selber wurde schon als kleiner Stepke vom Grillvirus infiziert. Auf diesem Wege möchte Roman seine Leidenschaft mit den Lesern teilen, Erfahrungen weitergeben und grundsätzlich das Thema Grillen & BBQ respektive Outdoorkitchen in Luxemburg voranbringen. Nondikass! auf Facebook

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